Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Kosten. In Nordrhein-Westfalen müssen Käufer mit erheblichen Nebenkosten rechnen, die oft unterschätzt werden. Diese Kosten fallen zusätzlich zum Kaufpreis an und müssen in der Regel aus Eigenkapital bezahlt werden.
Die größte Position ist die Grunderwerbsteuer: In NRW liegt sie bei 6,5 % des Kaufpreises, eine der höchsten in ganz Deutschland. Bei einem Kaufpreis von 250.000 Euro sind das allein 16.250 Euro. Hinzu kommen Notar- und Grundbuchkosten von ca. 1,5-2 %, also weitere 3.750-5.000 Euro.
Falls ein Makler beteiligt ist, kommen nochmal bis zu 3,57 % (inkl. MwSt.) hinzu. Seit 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer die Maklerprovision in der Regel hälftig. Insgesamt sollten Sie in NRW also mit Nebenkosten von 10-12 % rechnen.
Konkret: Bei einem Kaufpreis von 250.000 Euro fallen 25.000-30.000 Euro Nebenkosten an. Dieses Geld muss vorhanden sein, bevor Sie überhaupt an eine Finanzierung denken. Planen Sie es von Anfang an ein, dann gibt es keine böse Überraschung.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Grunderwerbsteuer NRW: 6,5 %
- Notar & Grundbuch: ca. 1,5-2 %
- Makler: bis zu 3,57 % (inkl. MwSt.)
- Nebenkosten immer als Eigenkapital einplanen
